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Ray Tomlinson - Der Erfinder der E-Mail ist tot

07.03.2016

Er machte es möglich, Nachrichten an fremde Computer zu schicken. Nun ist Ray Tomlinson im Alter von 74 Jahren gestorben.
Auf seiner Internetseite erklärte er, was wohl in der ersten E-Mail zu lesen war.

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© AP  Ray Tomlinson galt als Erfinder der modernen E-Mail.

Der Mann, der die erste E-Mail zwischen Computern verschickte und die typischen Adressen mit
dem „@“-Zeichen erfand, ist tot. Ray Tomlinson starb am Samstag im Alter von 74 Jahren, wie sein
Arbeitgeber, der Rüstungskonzern Raytheon, dem Sender CNN bestätigte.

Tomlinson hatte 1971 im Zuge der Entwicklung des Internet-Vorläufers Arpanet, bestehende Protokolle so
modifiziert, dass auch elektronische Nachrichten zwischen zwei Computern versendet werden konnten.
Mails gab es bereits vorher, sie konnten aber nur an dem Rechner gelesen werden, an dem sie auch
geschrieben worden waren. Computer waren zu der Zeit, Jahre vor Beginn der PC-Ära, noch große
Maschinen, die von vielen Menschen genutzt wurden.

Tomlinson war es auch, der zum „@“-Zeichen griff, um den Computer des Adressaten zu benennen.
Das Symbol war ursprünglich von Händlern benutzt worden, die damit den Einzelpreis eines Produkts
markierten – „zum Beispiel, zehn Artikel @ 1,95 Dollar“, wie Tomlinson selbst später erklärte. Er habe
das „at“ (Deutsch: zu, bei) stattdessen für die räumliche Zuordnung benutzt. „Es machte einfach Sinn.“
An den Inhalt der ersten E-Mail konnte sich Tomlinson hingegen nicht erinnern. Die Test-Nachrichten
enthielten nichts, was in Erinnerung bleiben sollte, schrieb er auf seiner Website. „Höchstwahrscheinlich
lautete die erste Nachricht QWERTYUIOP oder sowas Ähnliches.

WhatsApp legt sich im Krypto-Krieg mit US-Regierung an

Nicht nur Apple, auch WhatsApp hat Stress mit dem FBI. Denn die Facebook-Tochter weigert sich, die Verschlüsselung der Kommunikationsdaten zu schwächen und eine Hintertür für Strafverfolgungsbehörden einzubauen.

(Quelle: shutterstock.com/Twin Design)

WhatsApp legt sich mit US Regierung an

Geht der "Krypto-Krieg" zwischen den Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley und der US-Regierung in die zweite Runde? Laut einem Bericht der New York Times könnte der Streit zwischen dem FBI und WhatsApp über den Einbau von Hintertüren in den Messenger vor einem Gericht landen. Der beliebteste Messenger der Welt will US-Sicherheitsbehörden keinen Zugriff auf die verschlüsselten Kommunikationsdaten seiner User gewähren.WhatsApp-Programmierer haben im vergangenen Jahr die Verschlüsselungsmethode von der Open-Source-Software TextSecure, die als besonders sicher gilt, in den Messenger eingebaut. Seitdem können US-Sicherheitsbehörden keine Kommunikation, die über den Messenger läuft, mehr mitlesen. Auch nicht mit einem Gerichtsurteil. Um so einen Fall dreht sich wohl auch der aktuelle Disput. Sowohl das US-Justizministerium wie auch WhatsApp wollten sich dazu nicht äußern. Auch, weil das Verfahren und alle damit verbundenen Informationen geheim sind.
 

US-Regierung vs. Silicon Valley
Auch Apple liegt mit der Regierung aktuell im Clinch. Das FBI will den iPhone-Konzern gerichtlich dazu zwingen, eine Software zu entwickeln, die das iPhone des San Bernardino-Attentäters entsperrt. Apple weigert sich aber - und erhält ungewöhnliche Unterstützung. Unter den Unterzeichnern eines Amici Curiae-Briefs befinden sich Amazon, Facebook, WhatsAp, Snapchat, Pinterest, Slack, Yahoo, Microsoft, Mozilla, Google und Dropbox. Als Amici Curiae oder Amicus Curiae wird eine Person oder Personengruppe bezeichnet, die sich an einem Gerichtsverfahren beteiligt, ohne Partei zu sein. Auch wenn die Amici, wie sie sagen, oft mit Apple - und untereinander - konkurrieren und keine Sympathie für den Terrorismus hegen, sollte die US-Regierung ein Unternehmen nicht dazu zwingen können, seine eigenen Ingenieure die Sicherheits-Features des Produkts aushöhlen zu lassen. Die Entscheidung im Fall Apple dürfte nicht nur in Cupertino, sondern auch im restlichen Silicon Valley eine wegweisende Wirkung haben.
 

Und US-Präsident Barack Obama goss in seiner Rede auf dem Technikfestival Sout by Southwest (SXSW) in Austin weiter Öl ins Feuer der Going-Dark-Debatte. Auch wenn Privatsphäre wichtig sei, müsse es auch da Einschränkungen geben. Zwar sei er für Verschlüsselung, allerdings nur mit behördlichem Zugang - wenn die Behörden gegen das Böse kämpfen. Auch hätten die Enthüllungen von Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden, die für die meisten Tech-Companies Anlass für den Einbau der Verschlüsselung waren, nur Ausländer und keine US-Bürger betroffen. Niemand in der Regierung wolle, dass US-Bürger ohne Kontrolle oder Tatverdacht ausgespäht werden.
 

Obama vergleicht Hintertüren mit Verkehrskontrollen
Obama will Zugeständnisse von der Tech-Branche: Genauso wie es auch Verkehrskontrollen gebe, damit Autofahrer nicht betrunken fahren, müssten Daten kontrolliert werden. Auch sie dürften nicht von Grundrechtskompromissen ausgenommen werden. Sollten die Tech-Konzerne nicht bald mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten und es zu einer Einigung kommen, werde Schlimmes passieren, so Obama. In seinem Schreckenszenario wird dann übereilt ein nicht durchdachtes Gesetz vom Parlament verabschiedet. Das würde dann eine wirkliche Gefahr für die Bürgerrechte darstellen. Dass so ein Gesetz wenig Sinn haben dürfte, haben Forscher der Harvard-Universitiy herausgefunden. Auch sei es nicht nötig, Verschlüsselungen aufzuheben um an Daten zu gelangen. Denn das Internet of Things wird bald genügend unverschlüsselte Daten liefern, mit denen US-Behörden jeden abhören können.